Es zeugt von der beunruhigenden Schönheit des Genoms, dass es die reale Welt « haften » machen kann. […] Gene bilden die Fäden dieses Netzes, das Treibgut, das darin hängen bleibt, verwandelt jedes einzelne Netz in ein Wesen.
Siddharta Mukherjee: « Das Gen – Eine sehr persönliche Geschichte »
In diesem verrückten System liegt eine wunderbare Präzision.
Gene müssen programmierte Reaktionen auf Umgebungen ausführen – sonst gäbe es keine konservierte Form. Sie müssen aber auch genügend Raum für die Wechselfälle des Zufalls lassen.
Diese Überschneidung nennen wir « Schicksal ».
Unsere Reaktionen bezeichnen wir als « Entscheidung ».
So entwickelt sich ein aufrecht gehender Organismus mit opponierbaren Daumen nach einem festen Skript, das jedoch gleichzeitig darauf angelegt ist, von ihm abzuweichen.
Eine dieser einzigartigen Varianten eines solchen Organismus bezeichnen wir als « Ich ».

Anna, 26 ♊
Ich mag Musik, Techno, Folk, Dominik Eulberg, José Gonzalez, vegan zu essen, bunt zu kochen, Wein trinken, lesen, Nachtzug nach Lissabon von Peter Bieri, Worte und Sprache, Podcasts hören, Feminist*innen, draußen sein, Ostseestrand, Kunst, Radfahren, Festivals, tanzen.