Hi Canada 🇨🇦

Ortszeit: 20:21, im Meet Restaurant in der Manville Street, Yaletown, Downtown Vancouver.
Seit knapp 23 Stunden bin ich wach – vor etwa dreieinhalb Stunden hab ich den ersten Fuß auf kanadischen Boden gesetzt. Happy welcome to me 🌻

Die Reise war insgesamt super unkompliziert.
Auf meinem Flug nach Reykjavík komme ich schnell mit Edwina aus dem Großraum Washington D.C. ins Gespräch, die seit eineinhalb Jahren in Deutschland arbeitet und nun zwei Wochen beruflich in Island unterwegs sein wird. Edwina, 51 Jahre alt, mit zwei Töchtern etwa in meinem Alter, erzählt mir von ihrer Heimat, ihren zwei Labradoren, ihrer Begeisterung für Deutschland. Als sich unsere Wege in Reykjavik trennen, umarmen wir uns herzlich – der erste Kontakt schonmal sehr ermutigend!

Und der nächste lässt nicht lange auf sich warten: Kaum am Gate zum Weiterflug nach Canada angekommen, lerne ich Jocelyn kennen, Innenarchitekturstudentin aus Vancouver, die ihren Freund in Großbritannien besucht hat und fürchtet, sich beim Rugby gerade einen Mittelhandknochen gebrochen zu haben. Was sie nicht davon abhält, mir erst zu erklären, wie ich vom Flughafen zum Hostel komme, und mir dann ihre Nummer zu geben, für Fragen, oder um mal was zu unternehmen. Kanadier gelten als super freundlich – kann ich bestätigen.

Vom Glück großzügig versorgt werde ich zufällig auf einen Sitz am Notausgang gebucht und genieße den Atlantiküberflug tiefenentspannt mit maximaler Beinfreiheit. Nur die horrenden Preise für WLAN und Essen sehe ich nicht ein, sodass ich mich nach einem Apfel der Landung immer mehr entgegen sehne. Versüßt wird mir auch hier die Zeit durch eine sehr kontaktfreudige und witzige Sitznachbarin aus Irland mit dem ungewöhnlichen Name Aoife, was so ähnlich wie Eva ausgesprochen wird. Und obwohl sie es kaum erwarten kann, aus dem Flugzeug rauszukommen, versäumt auch sie es nicht, mich mit ihrer Nummer, einigen Tipps für den Einstieg und einem Verabredungsangebot für kommendes Wochenende zu versorgen.

Gegen 17:00 Ortszeit: Landung, Einreiseerklärung am Automaten, Passkontrolle, Gepäck einsammeln umd dann an der Grenzkontrolle auf das Ausstellen der Arbeitserlaubnis warten. Dauer: geschmeidige 60 Minuten. Hunger? Ich doch nicht 😌 Aber auch hier machen Freundlichkeit und Witz der Grenzbeamtin alle Strapazen wett und problemlos mache ich mich mit meinem Work Permit in der Tasche auf den Weg zur Canada Line, die mich nach Norden in den Stadtkern bringt.

Raincouver macht seinem Namen alle Ehre, als ich die Metro verlasse, aber dank Kiel kann mich das zumindest heute nicht stören (später stellt sich in Anbetracht der doch etwas feuchten Schlafshorts heraus, dass ich in Zukunft auch bei kürzeren Aufenthalten im Nassen den Regenschutz über den Rucksack ziehen werde). Dass ich nur etwa 10 Minuten zum Hostel brauche, finde ich voll bepackt dann schon eher gut.

Im Samesun checkt mich Conny ein, aus Halle. Klar. Eigentlich sind nur die schwindelerregenden Wolkenkratzer eine kleine Erinnerung daran, dass ich Deutschland verlassen habe. Im Zimmer mache ich mich nur kurz frisch, alle Zeichen auf: food!

Das vegane Restaurant Meet in der Manville Street

Mit einem kanadischen Begrüßungsburger im Bauch führt mich nun der nächste Weg sicher an der lärmigen Hostelbar vorbei direkt ins Bett. Ich freu mich schon, wenn morgen die Entdeckungstour beginnt.

Guten Morgen nach Deutschland & good night, Canada 🏔 🌙 !

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