Same same but different, oder: Language, it’s everywhere

English version below

Zehn Tage ist mein letzter Eintrag nun her und für mich fühlt es sich eher nach zehn Wochen an. Ihr Zuhause, die ihr mal wieder seit Tagen nichts von mir gehört habt, könnt das vielleicht nachfühlen. Es ist jetzt 06:58 und weil mein Bedürfnis, einen neuen Beitrag zu schreiben, auch bereits tagelang abends mit mir zu Bett geht, starte ich heute genau damit.

Wie es mir so geht: ziemlich gut eigentlich, glaube ich. Was so passiert ist: viel! Aber der Reihe nach.

Sonntag, 09.02.2020: Hallo, guten Morgen, es ist das einwöchige Jubiläum meiner Reise und ich möchte heute eine der Haupttouristenattraktionen in Vancouver wahrnehmen: mit dem Fahrrad durch den berühmten Stanley Park. Dieser rund 400 Hektar große Park ist mehr ein historischer Wald als ein künstlich angelegter Park und mit seinen teils mehrere hundert Jahre alten Bäumen und der Lage an der English Bay und dem Burrard Inlet, mit direktem Anschluss an den Pazifischen Ozean, verspricht er spektakuläre kanadische Landschaft direkt in der Nachbarschaft zum pulsierenden Herzen Downtown Vancouvers.

Beim Frühstück stellt sich heraus: Mit diesem Plan bin ich nicht alleine. Also mache ich mich um die Mittagszeit mit einem Mexikaner und einem Kolumbianer, der seit Jahren in Montreal lebt, zu Fuß auf den Weg: vom Hostel aus schlendern wir zunächst an die Waterfront, ein paar Fotos am Canada Place inklusive, und folgen von da dem Weg am Wasser entlang zum Park. In dessen unmittelbarer Nähe leihen wir Fahrräder („Wollt ihr Helme?“ „Hm, brauchen wir eigentlich nicht“ „Okay, aber ist illegal in Canada und die Polizei kann euch anhalten“ „… tja, wenn das so ist“), inzwischen ist auch Lara dazugekommen, die aus Spanien stammt und gerade aus Toronto nach Vancouver umsiedelt.

Die Sonne strahlt auf uns herab, ich ziehe eine dünnere Jacke an, neben uns glitzern abwechselnd Hochhäuser und Baumkronen im Wasser, die Luft riecht nach Küste und kreischende Möwen segeln über unseren Köpfen. Bis auf die Hochhäuser also alles ganz gewohnt eigentlich. Kurzum: die Tour ist wunderbar, ich strahle, heute ist dafür der perfekte Tag.

Stanley Park, Blick auf die Nordküste

Und so ist das Reiseleben: neue Kontakte werden in unglaublich kurzer Zeit sehr intensiv. Mit Guillermo, Felippe und Lara verbringe ich den ganzen Tag. Nachdem wir die Räder zurückgegeben haben trinken wir im Westend Kaffee am Strand, ich esse im Pacific Center, einer Mall nahe unseres Hostels, zum ersten Mal Ramen und als wir uns mit ein paar Bier schließlich im Aufenthaltsraum einfinden, haben wir schnell bunte schnatternde Gesellschaft. Ein gelungenes Jubiläum, so viele so dichte Gefühle, danke dafür.

Montag, 10.02.2020: Neuer Tag, neues Highlight. Heute Abend ist es soweit: die Vancouver Canucks treten an gegen die Nashville Predators in der Rogers Arena, nur einen kurzen Fußweg vom Hostel entfernt. Ich starte mit einer Bustour an die Nordküste der Stadt, um mich bei einer Familie vorzustellen, die Unterkunft und Verpflegung gegen Hilfe im Haushalt anbietet. Wie immer ist Mama danach mein bester Ratgeber und wir sind uns einig, dass da noch Luft nach oben ist. Ich setze mich also ins Café, um an meinem Resume zu arbeiten und weitere potentielle Hosts anzuschreiben, danach staune ich mich durch einen nahe gelegenen großen asiatischen Supermarkt und brauche doch eine ganze Weile, mir gewohnte Lebensmittel einzusammeln.

Das Spiel ist dann einfach ein aufgeputschtes Meer von Jubeln, Stöhnen, „Excuse me, aber wenn ihr euch so nach vorne lehnt, sieht niemand hinter euch mehr etwas“, 6:2 für die Vancouver Canucks, Nashville hat hier echt keine Fanbase, alles geht so schnell, Rauschen, Farben, Lichter, Tooor! Es ist herrlich! Fußballmuffel in Deutschland hin oder her: ein unvergessliches Erlebnis.

Dienstag, 11.12.2020: Logisch, dass wir nach dem Eishockeyspiel erstmal Eislaufen gehen. Jake und ich verabreden uns um die Mittagszeit, ganz Vancouver-untypisch müssen wir nur für das Ausleihen der Schlittschuhe bezahlen, und innerhalb kurzer Zeit stellen wir fröhlich fest, dass sich unsere Körper doch irgendwie daran erinnern, wie das mit dem Schlittschuhlaufen so ging. Die um uns herum tobenden Kindern laufen uns natürlich trotzdem jeden Rang ab, aber später haben wir die Bahn fast für uns allein und wie im Fluge vergehen über zwei Stunden. Wir trinken noch was zusammen und schon ist es wieder dunkel.

Bei einem Abendspaziergang wird mir klar, dass ich nach wenigen Tagen bereits Lieblingsplätze in dieser Stadt habe: ganz vorne dabei die Davie St, gesäumt von Regenbogenfahnen überall, mit vor allem dieser einen Kreuzung, der Fußgängerüberweg bunt, farbenfroh, vielfältig. Ich liebe es.

Den wohl europäischsten und vegansten Supermarkt finde ich bei dieser Gelegenheit auch noch und mit einer kanadischen Tageszeitung avanciert das in der Hostelküche zubereitete Abendessen fast zum gehobenen Dinner. Eigentlich geht hier Leben schon ganz schön normal. Es ist nur alles ein bisschen größer.

Mittwoch, 12.02.2020: So ein Job wäre ja schon gut. Ich erfahre, dass es sowas wie ein Karrierezentrum für junge Immigranten gibt und bin erstmal nur darauf aus, mein Resume für lau auszudrucken. Überrascht werde ich von Craig, einem der sehr engagierten Lehrkräfte dort, der sich intensiv mit meinem Lebenslauf auseinandersetzt. Er kann mit wertvollen Tips aufwarten, bestärkt mich, neben einer Lohnarbeit in einem Café oder dergleichen doch zu versuchen, erste journalistische Erfahrungen zu machen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn wenigstens einer der Meinung ist, man würde eine Fremdsprache gut genug beherrschen, um beim Radio oder für eine Zeitung arbeiten zu wollen. Für den nächsten Tag lädt er mich zu einem Bewerbungsseminar ein und mit meinem Resume bewaffnet mache ich mich erstmal auf einen Rundgang um meine geliebte Davie St, dabei rechne ich fest damit, von den ausgewählten Cafés und Bars schon bald eine Rückmeldung zu bekommen. Mit Datum heute, 2020-02-18, habe ich leider immer noch nichts gehört. Slow Canadians? Hm, maybe. Eigentlich hatte ich mir das einfacher vorgestellt.

Zwischendurch gerate ich noch in einen Pulg von Demonstranten, die die Zufahrt zur Granville Bridge versperren, über die ich inzwischen täglich mit dem Bus von meinem neuen Zuhause nach Downtown pendle. Die indigene Gruppe der Wet’suwet’en demonstriert gegen den geplanten Bau einer Ölpipeline durch das gesamte Land, eigener Territorien inklusive. Ich verweile einige Zeit unter den Demonstrant*innen: auch hier geht es um mehr; es geht um gesellschaftliche Randgruppen, um Frauen, um People of Color, kurz: darum, eine Stimme zu haben. Gehört zu werden. Mitzugestalten. Same same, but different.

Ah, ganz vergessen: ich gucke mir ja heute Abend ein Zimmer an. Es gibt eine große Facebook-Gruppe, die ursprünglich mal die Iren in und um Vancouver vereinen wollte. Jetzt verschafft sie mir ein Zimmer in dem beliebten Bezirk Kitsilano, nämlich bei Amanda und Shaun, einem jungen irischen Pärchen Anfang 30, das selbst vor eineinhalb Jahren mit einem Work and Travel-Visum nach Canada kam und sich jetzt für eine permanente Aufenthaltsgenehmigung bewirbt. Wie schon bei meinem Zimmer in Leipzig hat ein eigener Post auf mich aufmerksam gemacht, Amanda schreibt mir, wir verabreden uns, es ist nur eine zwanzigminütige Fahrt mit dem Bus (für Vancouver-Verhältnisse geradezu um die Ecke!), wir verstehen uns auf Anhieb, als ich mich auf den Rückweg mache fühlt es sich ziemlich sicher an, dass ich gerade mit nur einer einzigen Zimmerbesichtigung ein neues Zuhause gefunden habe. Minuten später schreibt mir Amanda, ob ich dann am Freitag direkt meine Sachen bringen und einziehen möchte. Grins. Das jedenfalls war nun wirklich viel einfacher als gedacht.

Donnerstag, 13.02.2020: „Have you ever been to Granville Island?“ Eigentlich wollten Jake und ich in die Kunstgalerie, haben leider den Tag verwechselt, an dem der Eintritt auf Spendenbasis ist. Nach einem kurzen Abstecher in die nur mittelspektakuläre Halle für zeitgenössische Kunst spazieren wir durch die Nachmittagssonne etwa eine halbe Stunde zu der stadtbekannten Halbinsel am Südende unterhalb der Granville Bridge, auf der täglich ein großer öffentlicher Markt stattfindet und die seit Jahren einen Touristenmagnet darstellt. So wahnsinnig viel bekomme ich von unserem Besuch gar nicht mit, denn im Gegensatz zu Jake, ursprünglich aus Großbritannien, bin ich ja damit beschäftigt, eine tagesfüllende Unterhaltung in einer Fremdsprache zu führen. Die Sache mit der Sprache beschäftigt mich dieser Tage exzessiv, ich finde einfach alles spannend daran: wie sehr tagesformabhängig sie ist, besser, wenn ausgeruht, deutlich schlechter, wenn müde oder angespannt, wie flüssig manchmal, wie demütigend stumm an anderer Stelle, wie intuitiv und gleichzeitig richtig körperlich auslaugend. Gleichzeitig liebe ich es. Ich umgebe mich nur mit Englisch: Serie, Vancouver-Radio, Handy und Laptop habe ich schon in Deutschland umgestellt, ich lese Zeitung (manchmal) und auch Facebook begrüßt mich jetzt mit „What’s on your mind, Anna?“ (so viel!). Schon allein deshalb, wird mir klar, muss dieser Blog zweisprachig werden (es ist inzwischen bereits 08:16, aber anyway). Ich will richtig gut werden. Ich will nicht mehr drüber nachdenken müssen, am Ende dieses Jahres. Ich hab Bock!

Whytecliff-Park, Bowen Island

Freitag, 14.02.2020: No worries, ihr habt es bald geschafft. Heute ist der Tag meines Umzugs, und der einer letzten Hostel-Aktivität. Auf zur Westküste: wir besuchen den Whytecliff-Park und die Horseshoe Bay, wieder ist es ein herrlicher Tag, richtig warm, wir streunen auf eigene Faust durch die Gegend, klettern über Felsen, aalen in der Sonne, genießen den atemberaubend schönen Ausblick auf Bowen Island. Jaja, das ist schon Canada, und nicht der Golf von Thailand. In unserer Mittagspause trinke ich mit Bruno am Steg Kaffee, auch eine ganz neue Erfahrung, Themen wie die Überbevölkerung, Beziehungsmodelle und die Gründe für die Korruption in seinem Heimatland Brasilien in meiner neuen Sprache zu diskutieren. Ich fühle mich angefüllt mit freudiger Aufregung darüber, mit so dichten Erfahrungen und Gefühlen, dass es mir fast ein bisschen viel ist, und mit Dankbarkeit, schon jetzt, über die interessanten Menschen, die ich in so kurzer Zeit kennen lernen durfte.

Noch nie war umziehen so einfach. Amanda empfängt mich herzlich, vor uns liegt der Family Day am Montag und daher ein langes Wochenende, die beiden wollen mit der Fähre nach Vancouver Island fahren, ich habe die Wohnung erstmal für mich. Von Desiree, aus Kansas City, wurde ich am Abend zu einer kostenlosen Yogastunde eingeladen. Die stellt sich dann weniger als klassische Yogastunde als als riesige Tanzparty heraus. Mindestens 100 Menschen schwingen ausgelassen, was sie haben, während zuletzt „All you need is love“ aus den Lautsprechern schallt. Unglaublich ist die Energie, ich habe soetwas noch nie erlebt, ungeplant ist alles zu mir gekommen, was ich brauchte. Auspowern, tanzen, singen, zusammen sein. Happiest Valentine’s Day.

Samstag, 15.02.2020: Ich hätte besser geschlafen, wenn mir schon am Abend vorher aufgefallen wäre, dass man das Fenster über meinem Bett auch zumachen kann. Chrm. Entsprechend versinkt dieser Samstag etwas in Müdigkeit und Erschöpfung, die sich nach diesen in vielerlei Hinsicht extremen ersten Tagen meiner Reise breitmacht. Mittags schaue ich im Apple Store vorbei und lasse meine Airpods begraben (heul), danach kaufe ich nur noch ein bisschen ein und stelle begeistert fest, dass mein neues Zuhause nur einen Katzensprung von unberührtem Strand und einem weitläufigen Ausblick auf das Westufer Vancouvers entfernt liegt. Hier trotze ich mindestens eine Stunde lang dem leichten Regen, mein Blick versinkt im dichten Nebelteppich rechts über dem Stanley Park, und drehe ich mich noch weiter nach rechts, erscheinen dort die im Abendlicht glimmenden Fassaden der Downtown-Skyline. Klar, ich komme noch mit auf ein Bier, aber eigentlich will ich nur schlafen.

Meine neue Nachbarschaft, das Haus links ist unseres

Sonntag, 16.02.2020: 11 Stunden später – besser! Zwar frühstücke ich erst so gegen drei Uhr nachmittags, dafür fühle ich mich deutlich weniger zerstreut und kann mich richtig auf den Kaffee mit Lara freuen. Kaum, dass wir beide aus dem Hostel ausgezogen sind, wird der logistische Aufwand, sich nur auf einen Kaffee zu verabreden, plötzlich mit dem von Zuhause gewohnten Maß an Kompliziertheit vergleichbar. Anyway: wir verbringen einen schönen Spatnachmittag, unterhalten uns angeregt, verstehen uns gut. Ich freue mich, eine Freundin gefunden zu haben. Die allabendliche Möglichkeit eines Besuchs in der Hostelbar (trotz Auszug bin ich dort doch immer wieder) besteht zwar, aber mir ist eher nach Rückzug, Ruhe, ich fahre nach Hause.

Montag, 17.02.2020: 55 Hidden Job Finding Tips WITHOUT Using Social Media. Hätte ja nie gedacht, dass man mit so einem Spruch heute noch einen Blumentopf gewinnt. Spaß beiseite, von Craig wurde ich mit einer Fülle von Material versorgt und so arbeite ich fleißig an meinem Resume und durchforste Jobanzeigen, außerdem möchte ich mich auch auf den großen Café-Straßen hier in Kits noch, mit meinem Resume bewaffnet, auf Jobjagd begeben. Ganz so produktiv bin ich dann doch nicht: Desiree und ich sind verabredet, aber ohne mobiles Internet ist sie ein bisschen verloren gegangen und schafft es nicht, mein Nachmittag fliegt nur so dahin, alles gut, jetzt, da ich ein Zimmer habe, kann ich ja anfangen, mir in Sachen Jobsuche Stress zu machen. Ob sich das wohl jemals ändert?

Meine Lieben. In liebgewonnener Tradition entschuldige ich mich für den späten und epischen Beitrag und gelobe Besserung. Ich weiß ja, dass ihr meine Antwortzeiten kennt und nur selten übel nehmt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an euch denke. Donnerstag abends übrigens zum ersten Mal, und das ist vielleicht das Coolste, das diese Woche passiert ist: auf Englisch. Ich ordne meine Gedanken für den kommenden Tag und stelle fest, dass meine innere Stimme Englisch spricht. Der Hit. Es ist jetzt 08:40, das hier ist mal wieder kaum ausgeufert, jetzt alles von vorn, in der nächsten Sprache, Bilder rauskramen, Musik sammeln, die mich dieser Tage begleitet. Lächeln, winken, ich liebe euch, bis bald.


It has been ten days since my last entry and it rather feels like ten weeks. You at home that you hadn’t hear from me, can eventually relate to this feeling. It’s 6.58am and I’m starting this day writing, due to my need to do some journaling that has been accompanying me for the last days.

How I feel: pretty good, I guess. What happened: much! Let’s do this chronologically. 

Sunday, 2020-02-09: Hello, good morning, today is my journey’s one week-anniversary and one of Vancouver’s main tourist attractions is on my schedule today: a bicycle ride through famous Stanley Park. This park, covering more than 400 hectares, is rather an ancient forest than a park. It contains trees of several hundred years of lifetime and is located closely to the English Bay and Burrard Inlet, therefore promising spectacular Canadian landscape nearby Downtown’s pulsating heart.

Turns out, at breakfast: I’m not alone in this. So there’s a Mexican, a Colombian living in Montreal, and me, talking a walk first to the Waterfront, including some selfies at Canada Place, and afterwards heading to Stanley Park, always following the water. We’re lending bicycles (“Do you guys want helmets?” “Don’t think so” “You can be arrested since it’s illegal here to not wear one” “… well, then”), in the mean time we have Lara joining us, a young woman from Spain, just moving from Toronto to Vancouver.

The sun is shining against the royal blue of the sky, I change to a lighter jacket, skyscraper’s faces and tree’s crowns are alternately reflected in the glittering sea. Seagulls are yelling above our heads, we’re breathing sea-breeze. Shortly: we make a wonderful experience, today is the perfect day.

And such is travel live: New relations’ intensity increases rapidly. I’m spending the whole day with Guillermo, Felippe and Lara. We have coffee at the beach after returning the bikes, I have my first time eating Ramen at the Pacific Center close to the hostel, we’re buying some beer at the Liquor Store and soon there are gathering people around us in the hostel’s common room. We’re all talking, laughing, it’s a fun night. It’s a successful anniversary, accompanied by incredibly dense feelings, thank you, good night.

Monday, 2020-02-10: New day, new highlight. Tonight is the night: Vancouver Canucks compete against Nashville’s Predators at Rogers Arena, just in a short walking distance to the hostel. I’m starting the day by heading to the North Shore, introducing myself to a family that is looking for some help in the house, providing therefore free accommodation and food. And because Mums tend to give the best advice, we decide to not take just the first opportunity but to keep on looking. So I’m heading to a café, working on my resume, writing to some other Workaway hosts. In an Asian grocery store I’m astonished by the wide variety of food items and it takes quite a lot of time to collect these that I feel used to.

The game is like a sea of cheers, of groaning, “Excuse me, I know you’re not aware of this, but if you guys lean forward there’s nobody left seeing anything behind you”, 6:2, Vancouver Canucks win, no fanbase for Nashville at all, it’s so fast, rushing, colours, lights, goooal! We have the time of our life! Though not being into soccer at home at all: this is an experience we’ll never forget.

Tuesday, 2020-02-11: Of course we’re going to do some ice skating today! Jake and I are meeting around lunchtime, we only have to pay for the rental of skates (surprise in this super expensive town!), and gladly there’s just a short period of time until our bodies are used to the skating routine again. All the kids are easily beating us, fair enough. After they’re gone there’s nearly nobody else left, time flies, more than two hours pass. We’re going to have a drink afterwards and again, a day is over.

I come to realize that I already have some favourite spots around the city while walking through the night: I love Davie St, lined with rainbow flags all its way down to the English Bay, especially that certain crossing, also in rainbow colours, various, inclusive, celebrating diversity.

Nearby I discover a supermarket, very european, very vegan, I’m buying a local newspaper, have a fancy dinner at the hostel: Living in this town feels quite normal, everything’s just a little bit bigger.

Wednesday, 2020-02-12: Would be nice to have a job. I’m visiting a career center for young immigrants on Granville’s to print my resume. I get to know Craig, he’s very helpful, he listens to my story and has some good advice on how to maybe make my way into journalism while looking for a well-paid serving position. I feel flattered by a native speaker thinking that my language skills might be sufficient to speak at a radio channel or to write an article. At least one. He invites me to a career class on the next day and I’m taking my resume, handing it to several bars and cafés around Davie’s, would have thought to be called back fast, but still heard nothing. Everyone I talk to tells me, Canadian job market works as slow as it does. Maybe. I had assumed this to be easier.

In the mean time I find myself between demonstrators blocking Granville Bridge, connecting my new home to Downtown area. Indigenous Wet’suwet’en are fighting against a nation-wide oil pipeline, crossing their territories. But there’s more: it’s about social minorities, it’s about women, People of Color, about having a voice. About participation. Same same, but different.

Not to forget: I have a room viewing tonight. There’s a big Facebook group, once founded to connect all the Irish within Vancouver area. Now it helps me to find a place, just as it did at home, I’m publishing a small request, Amanda gets in touch. It’s a room in their 2 bedroom flat in popular Kitsilano, they’re a young couple in their early thirties from Ireland and came over on a Working Holiday visa as well, now applying for permanent residency. It’s just a 20 minutes bus ride (so close, concerning Vancouver distances), we have a good talk, I like them both. Heading back it just feels like I got a room after only one viewing, and indeed, Amanda’s asking if I want to bring my stuff on Friday then. Smiles. This really was much easier than expected.

Thursday, 2020-02-13: “Have you ever been to Granville Island?” Actually, Jake and I were planning to visit Art Gallery today but were remembering the wrong day. Therefore, after a short visit of the Contemporary Art Gallery instead, we’re enjoying a 30 minutes walk to the famous peninsula Granville Island, hosting a grand public market daily and offering various tourist attractions. Language keeps me busier than spectacular food offers: Jake, originally from the UK, challenges me to have a day filling conversation in a foreign language. I’m wondering about language issues excessively these days. Everything feels exciting about it: depending on the form of the day, better when rested, much worse when tired or tensioned, fluent sometimes, humiliating and slow again, intuitive, physically exhausting. Love it though. I’m surrounding myself with English: watching series, listening to Vancouver’s radio, switched phone’s and laptop’s language, having Facebook asking me: “What’s on your mind, Anna?” (a lot!). That’s why I realize, this blog has to be bilingual (it’s 10.08am now, obviously this is supposed to be a day filling project as well, but anyways). I want to improve to get really good. I don’t want to think about speaking, writing, thinking anymore by the end of the year. I’m highly motivated!

Friday, 2020-02-14: No worries, we’re almost done. Today is moving day, and the last hostel activity: We’re visiting the west coast, Whytecliff park, Horseshoe Bay, the day is bright again, vivid, we’re enjoying to just stroll around the area, climbing rocks, fantastic view on Bowen Island, indeed it’s not the gulf of Thailand but Canada’s stunning landscape. I have a coffee with Bruno at the dock, another new experience to talk about human overpopulation, limits of monogamy and reasons for his home country Brazil’s current leadership in my new language. I’m fulfilled with a vast emotional density again, it’s almost too much, but I’m lucky and grateful for all the interesting people I was allowed to meet so far in such a short time.

Moving was never so easy. It’s a warm welcome to meet Amanda again, both of them are heading to Vancouver Island for the weekend, Monday will be Family Day in Canada, I find myself in the luxurious situation to have the flat all for myself. Desiree, from Kansas City, invites me to a free yoga class in the evening. Turns out to be rather a huge dance party than a yoga class: At least a 100 people are swinging, dancing, laughing, enjoying themselves and the community feeling to “All you need is love” and the evolving energy is just incredible. I’ve never experienced something like this before. Everything I needed just found me by chance: Burning off energy, dancing, singing, be with like-minded ones. Happiest Valentine’s Day.

Saturday, 2020-02-15: The first night would have been better if I had realized that I could have closed the window. Well. So this day turns into a blurry shade of fatigue. An Apple’s assistant buries my Airpods (sick!), I’m doing some grocery shopping and have a quick walk to the sea afterwards. Sitting at the beach in a light rain, dwelling on my thoughts, gazing into the fog covering Stanley Park, then turn right, view on the glimmering silhouette of Downtown’s skyscrapers. Sure, I’m coming over to have a beer, I yearn for some sleep actually.

Sunday, 2020-02-16: 11 hours later – feeling much better now! Although I’m having breakfast around 3pm, I’m looking forward to meeting Lara to talk over coffee. Now we have moved out of the hostel, it feels like home to need a quite difficult arrangement just to meet for coffee. We’re spending a great time, good talks, I’m glad I found a friend. Another beer tonight? I prefer heading back to tranquility and peace, it’s nice to have a home.

Monday, 2020-02-17: 55 Hidden Job Finding Tips WITHOUT Using Social Media. I’m surprised to see this as an actual advertisement. Jokes aside, Craig handed me a lot of material to increase my job chances, therefore I’m working on my resume and look for jobs at non profit organisations and fundraising companies. I definitely want to go to shops and cafés nearby my new place as well. I’m not as productive as I planned to be: Instead of meeting Desiree, she gets lost in the woods with a dying phone and I’m spending the afternoon with bus rides and worries concerning the job search. Is this meant to ever change?

My beloved ones. With a long-standing tradition of eternal response times, I apologize, and I want to be better. Though I know, you aren’t mad at me. I think of you every single day. First time in English by the way, on Thursday, maybe that’s the coolest thing that happened to me during the last week: I was organising my thoughts concerning the upcoming day and I realized my inner voice speaking to me in English. Magnificent!

It’s 10.36am now, this escalated quickly, sorting images now, turning on all of the music accompanying me at the moment. Smiling, waving, I love you, see you soon.

Add on for my English readers: Please feel free to correct me in vocabulary, spelling and expression, I’d be the happiest to learn from you! 🌈